Jugendliche testen berufsbezogene Aufgaben in schulischen Räumen

Bereits in der Schule kann durch verschiedene Veranstaltungen die Vorbereitung von Jugendlichen auf die beruflichen Anforderungen stattfinden. Im Gegensatz zu Vorträgen oder Berufsdemonstrationen hat sich gezeigt, dass es wichtig ist, dass die Jugendlichen selbst Aufgaben bearbeiten und lösen können. So zeigte sich z.B., dass Jugendliche zu 60% in der Theorie ein Schwachstromkreislauf aufzeichnen konnten, in der anschließenden praktischen Testphase gelang dies nur etwa 40%. Sie kannten z.B. in der Praxis nicht die Pluspolung von Batterien.
Diese und andere Erfahrungen zeigen, dass es den Jugendlichen häufig an praktischem Erfahrungswissen fehlt. Daher sollten Möglichkeiten gewählt werden, dieses Erfahrungswissen zu erwerben, bevor ein Praktikum begonnen wird. Denn wenn der / die Jugendliche weder einen Brief richtig frankieren, etwas abmessen oder einen Gegenstand wiegen kann, dann bleibt während des Praktikums häufig nur noch die Aufgabe "putzen, kehren, einpacken, auspacken" übrig.
330.000 Jugendliche haben bereits in den letzten 11 Jahren die verschiedenen Module in der Schule erproben können.
 
Die folgende Zusammenstellung von Praxismodulen ist eine Auswahl aus mehr als 441 Modulen, die auf zahlreichen Veranstaltungen getestet worden sind.
 

 

 
Ein Parcours beinhaltet üblicherweise Aufgaben aus bis zu 20 Berufen, die von rund 400 Schülern und Schülerinnen aller Schularten (Klassen 8 - 13) an einem Vormittag (geschlechtsgetrennt) und in 3 Gruppen nacheinander absolviert werden.
 
Test- und Übungsaufgaben sowie Materialien und Werkzeuge werden vom Technikzentrum zur Verfügung gestellt und der Parcours unter Mithilfe von Lehrkräften und Eltern durchgeführt. Die Ergebnisse, die die Jugendlichen bei den jeweiligen Modulen erzielen, werden von ihnen eigenverantwortlich auf einem Laufzettel erfasst.
 
Der Parcours findet in den Räumlichkeiten der organisierenden Schule statt. Platzbedarf ist ca. 400qm.

Stand: Sonntag, 5. September 2010